Lagerbericht 2012

 

EINE UNVERGESSLICHE WOCHE AUF DEM HERZBERG

von Stefanie Wegmüller

 

Die 59 Jugendlichen der Aargauer Jugend Brass Band bereiteten sich während einer Woche unter der Leitung von Markus Steimen (B-Band) und Peter Stadelmann (A-Band) auf zwei anspruchsvolle Abschlusskonzerte vor. Die Ausbildungswoche fand auf dem Herzberg statt und geprobt wurde in Register- oder Gesamtproben bis zu 9 Stunden am Tag. 

Am Samstag, 6. Oktober 2012 traf man sich voller Vorfreude auf dem Herzberg auf die kommende Woche. Nach dem Beziehen der Zimmer und einer kurzen Einführung von unserem Lagerleiter, Gabriel Salm, wurden uns die Registerlehrer vorgestellt. In diesem Jahr waren dies Matthias Siegenthaler (Soprano & Solo-Cornet), Simon Menin (Repiano, 2nd & 3rd Cornet), Christoph Hertig (Flügel & Horns), Roland Fröscher (Euphonium & Bariton), Marco Iseli (Posaune), Ivan Estermann (Tuba) und Christoph von Bergen (Schlagzeug).  

An den ersten beiden Tagen wurde intensiv in den Registerproben geprobt, denn die Registerlehrer standen uns nur bis am Mittwoch zur Verfügung. Die Fortschritte waren schnell zu hören und die Motivation war deshalb hoch. Nebst dem war auch die Kreativität der Musikantinnen und Musikanten gefragt. Denn jedes Register musste eine Performance vom „Aargauer-Liedli“ vorbereiten, das jeweils beim Morgenturnen vorgeführt werden musste. Das Aargauer-Lied wurde neu arrangiert und vorgespielt, der Text wurde verändert oder sogar auf Flaschen gespielt. Somit war schon am Morgen für Unterhaltung gesorgt. 

Am Montag war wie gewohnt der Besuchsabend. Zuerst konnten die Besucherinnen und Besucher eine Stunde die Probearbeit der B-Band miterleben und anschliessend der A-Band. Der restliche Abend konnte dann mit den Bekannten, Freunden oder Familien verbracht werden. 

Während einer Stunde wurde uns am Dienstag der Dirigentenkurs vom Aargauischen Musikverband vorgestellt. Wir bekamen sogar die Gelegenheit, unsere ersten Versuche beim Dirigieren zu machen. Auch die Registerfotos wurden am Dienstag gemacht. Leider mussten wir dieses Jahr drinnen posieren, weil das Wetter nicht mitspielte. Sie sind jedoch trotzdem gelungen. 

Am Mittwoch hatten alle eine kurze Besprechung mit dem Registerlehrer, welcher uns eine Rückmeldung und einige Tipps gab. Danach wurden die Registerlehrer auch schon verabschiedet. Am Nachmittag konnten wir die Zeit individuell nutzen oder am Postenlauf teilnehmen. Dieses Jahr wurde das Können der Teilnehmenden beim Teebeutel-Weitwurf, beim  bekannten ABC DRS 3 Quiz, beim Pulli-An-und-Ausziehen und beim Orangen-Lauf getestet. Das grosse Finale war, einen Witz theatralisch umzusetzen, welcher von einer hochkarätigen Jury (die beiden Dirigenten und der Lagerleiter) bewertet wurde. Dies entlockte allen einige Lacher und sorgte für genügend Unterhaltung. Nach dieser kurzen Auflockerungs- und Erholungsphase widmete man sich nach dem Abendessen wieder dem Konzertprogramm. 

Der Donnerstag wurde für alle ein strenger Tag. Der ganze Tag war mit Gesamtproben gefüllt und es wurde nochmals an den letzten schwierigen Passagen geübt. Nach dem Abendessen wurde das  ganze Konzertprogramm jeweils der anderen Band vorgetragen und dies war somit auch schon eine kleine Hauptprobe.   

Am Freitag wurden die Koffer bereits wieder gepackt und die Zimmer mussten geräumt werden. Es stand noch eine kurze Gesamtprobe auf dem Plan, um den Stücken den letzten Schliff zu geben und anschliessend wurde der Weg nach Koblenz unter die Räder genommen. Nach der Vorprobe und dem Bandfoto erhielten wir das Abendessen. Bei manchen machte sich dann auch schon etwas die Nervosität, aber auch die Vorfreude auf das Konzert breit. Das erste Konzert vor einem grossen Publikum in Koblenz war ein voller Erfolg und jeder hoffte auf ein ebenso gutes Konzert am nächsten Tag. 

Am Samstag traf man sich in Jonen für das zweite und leider auch schon letzte Konzert der diesjährigen Ausbildungswoche. Die Aargauer Jugend Brass Band konnte auch dem Publikum in Jonen einen tollen Konzertabend bieten. Danach wurden die beiden Gastdirigenten und der Lagerleiter durch die Teilnehmenden mit grossem Gejohle und mehreren Wellen verabschiedet. Auch die Musikantinnen und Musikanten verabschiedeten sich von einander und die Frage „Chonsch nöchschts Johr au weder?!“ war oft zu hören, was doch ein gutes Zeichen ist. 

Vielen Dank an alle, die für das gute Gelingen der Ausbildungswoche 2012 beigetragen haben. Diese Woche bleibt sicher allen in guter Erinnerung.